Zweimal durch die grüne Hölle – für einen guten Zweck 

Jan Ullrich und Mike Kluge über ihr spannendes Projekt auf dem Nürburgring
Jan Ullrich und Mike Kluge satteln um – für einen guten Zweck. Die ehemaligen Weltklasse-Radprofis planen gleich zwei 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Ende Mai im Rennwagen und Anfang August auf dem Rad. Der Erlös kommt der Christiane-Eichenhofer-Stiftung zu Gute, die sich für an Leukämie erkrankte Kinder einsetzt. 

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Hallo Mike, hallo Jan, sagt mal, wie kommt man dazu von zwei Rädern auf vier zu wechseln?
Jan Ullrich: Das ist schnell erzählt: Mike macht mit sechs weiteren Freunden regelmäßig Abenteuerurlaube. Bei dem letzten war ich dabei und dort sind wir unter anderem auch selbst geflogen – und alles gefahren, was vier Räder und einen Motor hat: Jeeps, Quads, Dünenbuggys… Der Spaß war riesig und wir hatten sofort Lust auf mehr Motorsport

Mike Kluge: … und dabei haben wir bemerkt, dass Jan und ich damit sehr ordentlich zurechtgekommen sind und die Fahrzeuge gut unter Kontrolle hatten.
Jan Ullrich: Na gut, bei Mike war das auch nicht ganz so überraschend. Schließlich hat er bereits Erfahrung als Rennfahrer. 

Wirklich? Erzähl mal Mike.
Mike Kluge: Ich bin vor gut 20 Jahren beim Vedol-Langstreckenpokal mitgefahren - im Opel-Team mit einem Kadett GSI mit 140 PS. Und es war seitdem immer mein Traum, nochmals in ein Rennauto zu steigen. Die Atmosphäre im Rennsport, die Spannung und das Adrenalin, dass wollte ich noch mal erleben. Man benötigt 100% Konzentration – denn jeder kleine Fehler kann große Folgen haben. Das ist sehr reizvoll.

Und was für ein Fahrzeug habt ihr jetzt?
Mike Kluge: Einen BMW 335d GTR von Dieselspeed.

Wie sieht es mit den Rennlizenzen aus?
Jan Ullrich: Mike hat auf Grund seines früheren Rennsport-Engagements noch die für das 24-Stunden-Rennen benötigte C-Lizenz. Er musste nur drei Rennen fahren, um sie zu bestätigen. Ich habe mittlerweile die A-Lizenz in der Tasche und arbeite gerade mit Hochdruck daran, auch die C-Lizenz zu bekommen.   

Aber ganz ohne das Rad geht es auch bei diesem Projekt nicht, oder?
Jan Ullrich (lacht): Natürlich nicht. Mit dabei sind noch Doc Tom Stoltz und Harald Becker, zwei Freunde von uns und alte Hasen was Autorennen betrifft. Da mussten wir doch noch eine Disziplin einbauen, in der Mike und ich im Vorteil sind. 

Was sind den die großen Unterschiede zwischen Rennsport und Radsport?
Mike Kluge: Auf dem Rad kann man Fehler mit physischem Einsatz wieder ausbügeln. Zum Beispiel, wenn man eine Kurve falsch angefahren hat, kann man danach härter antreten. Im Auto muss man noch konzentrierter sein. Wenn die Maschine gut läuft, dann gehorcht sie dir zwar – aber wenn man am Limit fährt, muss alles exakt schon vor der Kurve passen, sonst fliegt man raus oder verliert Zeit, die man mit einem Antritt nicht wieder wett machen kann.
Jan Ullrich: Auch der finanzielle Aufwand ist ein ganz anderer.

Apropos Geld. Wie finanziert sich euer Projekt?
Mike Kluge: Über Sponsoren.

Seid ihr ausgebucht?
Jan Ullrich: Ausgebucht gibt es in diesem Sinne nicht, weil ja alles, was übrig bleibt, an die Christiane-Eichenhofer-Stiftung geht. So gesehen sind weitere Sponsoren natürlich herzlich willkommen.

Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund, warum ihr zu Gunsten dieser Stiftung fahrt?
Mike Kluge: Ich habe zu Christiane Eichenhofer schon viele Jahre Kontakt und war schon öfter an Projekten beteiligt, deren Erlös an ihre Stiftung ging. Und da Jan sich auch sehr oft und mit viel Herzblut und Aufwand für Kinder engagiert passt es einfach perfekt!

Mehr Informationen zur Christiane-Eichenhofer-Stiftung unter: 
http://www.tour-ginkgo.de

Mehr Informationen zum Rennprojekt unter: 
http://www.doctomandfriends.de



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